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Bolivien Reisebericht

Ort Peru & Bolivien Art Rucksackreise
Von 23.09.2011 Bis 14.10.2011
Lima
Flug von München über Paris nach Lima. Das vorbestellte Taxi hat uns 1.5h durch die verstopften Strassen von Lima gefahren. Da wir erst recht spät angekommen sind haben wir nur schnell unser Hotel in Miraflores bezogen.
Cusco
Schon früh am Morgen gegen 5.30 Uhr ging es wieder mit einem Taxi zum Flughafen. In Cusco wurden wir am Flughafen abgeholt und zu unserem Hostel Recolleta gebracht. Das Hostel war eigentlich ganz nett und in ca 10 Minuten konnte man das Zentrum erreichen. Den Tag haben wir langsam angehen lassen da Cusco auf 3430m liegt und man die Höhe doch merkt (schummriges Gefühl, leichte Kopfschmerzen). Ein leckeres Essen und eine kurze Stadtbesichtigung war dann schließlich alles was unsere Kondition zu ließ. Trotz den ganzen Sicherheitswarnungen haben wir uns sehr sicher gefühlt.
Markt in Chinchero
Unser großes Gepäck konnten wir im Hotel lassen. Nun ging es auf eigene Faust mit dem Minibus nach Pisac. Es war Sonntag und Markttag und so konnten wir das bunte Treiben der Marktfrauen beobachten. Als die Touristenströme einsetzten und wir mangels Akklimatisierung nicht zu den Ruinen hoch wollten, ging es wieder mit dem Minibus weiter nach Chinchero auf 3726m. Aber da der Bus so überfüllt war konnte man die Aussicht zunächst nicht so genießen. Die Einheimischen Mitfahrer waren allerdings sehr nett. Leider konnten wir uns aufgrund unserer spärlichen Spanisch Kenntnissen nicht wirklich unterhalten. In Chinchero angekommen begrüßte uns ein sehr schöner und nicht so überlaufener Markt. Ich habe gleich zugeschlagen und 6 Mützen gekauft. Man weiß ja nie...Thomas nutzte die Gunst der Stunde um Fotos von den traditionell gekleideten Marktfrauen zu machen. Leider setzte dann ein heftiger Regen ein so dass wir schleunigst wieder ein Colectivo suchten. Über Urumba ging es dann nach Ollanta. Hier gabs dann am Hauptplatz erstmal einen guten Kaffee und Kuchen. Ollanta ist ein kleiner aber sehr schöner gepflegter Ort der von hohen Bergen umringt is und von der alten Inkafestung Ollantayatambo überragt wird. Ein nettes Hostel und ein Restaurant war bald gefunden.
Salzterassen von Maras
Nach zähen Verhandlungen haben wir uns ein Taxi für einen Ausflug gesucht. Zuerst ging es über Schotterpisten hoch zu den Ackerbauanlagen von Moray. Die Gegend hier ist wirklich sehr schön und allein die Anfahrt hat sich schon gelohnt. Weiter ging es über das Andendorf Maras zu den Salineras. Das sind ca. 3000 an den Berhängen gelegene Salzterassen. Auf dem Rückweg haben wir dann noch ein paar Fotostopps eingelegt. In Ollanta angekommen mussten wir noch etwas Zeit bis zur Zugfahrt nach Aquas Calientes überbrücken. Also gab es noch was zu Essen und Trinken. Und hier ging es los. Thomas ging es schlecht und es wurde immer schlimmer. Aber es half nichts, wir mussten weiter unseren Zug erwischen. In Aquas Calientes haben wir nur noch ein Hotel gesucht und gehofft dass es über Nacht wieder besser wird.
Machu Picchu
Um 5 Uhr klingelte der Wecker, aber schnell war beschlossen dass wir nicht zu den ersten gehören werden die den Eingang am Machu Picchu passieren. Thomas ging es nicht viel besser. Der Tag war schon fast für mich gelaufen als Thomas um 8 Uhr sich doch fit genug für den Machu Picchu fühlte. Mit dem Bus ging es die Serpentinen hoch. Der Himmel war bedeckt und Wolken hingen auf Höhe Huyanapicchu. Die Landschaft wäre auch ohne die alte Inkastadt schon sehr schön. Dschungelbedeckte Berge die aussehen wie Zuckerhüte. Unten der Fluß Urumba und im Hintergrund große Andenberge. Da es Thomas leider immer nocht nicht so gut ging haben wir es sehr langsam angehen lassen und viele lange Pausen gemacht. Die vorgebuchte Besteigung des Huyanapicchu haben wir sein lassen. Thomas aus bekannten und ich aus konditionellen Gründen. Wir sind ja immer noch auf 2500m. Aber in der Stadt rumzuklettern ist ja anstrengend genug. Ich fand die ganze Anlage und die Aussicht unglaublich beeindruckend. Für mich bis jetzt definitiv das Highlight. Zum frühen Nachmittag hin gab es noch einen kurzen Regen und dann klarte der Himmel sogar etwas auf und die Sonne kam heraus. Durch das Licht hat sich wieder die ganze Atmosphäre geändert. Wir sind noch ein bisschen durch die Ruinen gelaufen und gegen 14:30 Uhr ging es wieder nach Aquas Calientes runter. Für mich hat sich der Tag, trotz anfänglicher Befürchtungen, doch zu einem tollen Erlebnis entwickelt. Auch Thomas war froh, dass er sich hochgequält hat und Machu Picchu mit erleben durfte.
Cusco
Thomas hat offensichtlich eine fiese Grippe mit Fieber. Also lassen wir es langsam angehen. Zum Mittagessen lassen wir uns wieder in die Stadt fahren. Thomas gehts nicht gut, also bleibe ich alleine im Zentrum. Ich gehe bummeln und Kaffee trinken und vertreibe mir die Zeit. Eigentlich hätte ich gedacht dass dieser Tag nicht mehr viele bringt, aber es kam ganz anders... Als ich ins Hostel kam ging es Thomas immer noch richtig schlecht. Ich bin in die nächste Apotheke um ein Fieberthermometer zu kaufen. Als wir es zu Hause ausprobierten ging es nicht. Selbst unter fließend heißen Wasser hat es sich kein bisschen bewegt. Bis es schließlich geplatzt ist O:-). Also bin ich noch einmal zur Apotheke und hab irgendwie erklärt dass das Thermometer kaputt ist. Wir haben noch ein paar ausprobiert bis eines funktioniert hat. Thomas hatte dann tatsächlich knapp 40 Grad Fieber. Daraufhin haben wir uns entschlossen ins Krankenhaus zu gehen. Das Hotelpersonal hat uns dabei sehr geholfen. Im Krankenhaus wurde er untersucht. Ergebnis: Zu wenig Sauerstoff im Blut (75% statt normal 95%), Infektion der Atemwege und dann auch noch Salmonellen. Da war klar, dass er erstmal nicht mit nach Hause kann. Als Thomas sich ins Bett legen sollte habe ich die Decke umgeklappt. Siehe da, da waren zwei Käfer. Das machte nicht wirklich Lust auf mehr. Um ca 22:30 Uhr bin ich mit dem Taxi nach Hause. Thomas wurde später noch auf die Station gebracht. Einzelzimmer mit Ausblick :-)
Cusco
Thomas geht es etwas besser. Er muss aber noch einen Tag im Krankenhaus bleiben. Ich habe ihn vormittags und abends besucht. Dazwischen war ich in der Altstadt essen und shoppen. Nachmittags war ich nur im Zimmer. Auf der Heimfahrt von Thomas war es bereits dunkel und ich habe mir ein Taxi bestellen lassen. Dieser hat einen ganz anderen Weg genommen als üblich. Ich habe versucht noch mal zu erklären dass er die Avenue de la Cuttura fahren soll. Hat er aber nicht. Ich wollte schon fast aus dem Taxi springen nachdem man immer wieder von Expresskidnapping in Taxen liest. Ich habe mich schon fast als Entführungsopfer gesehen. Aber ich schreibe ja diese Zeilen noch und es ist nichts passiert.
Cusco
Vormittags habe ich mir in der Innenstadt die Zeit vertrieben. Kaffee getrunken und Fotos gemacht. Abend durfte Thomas endlich mit nach Hause. Mit auf den Weg hat er noch eine riesen Ladung Medikamente bekommen. Mit der Auslandskrankenversicherung hat auch alles bestens geklappt. Die 1000 Soles Krankenhausrechnung wurde direkt übernommen.
Cusco
Unser letzter Tag in Cusco, wir lassen es langsam angehen. Wir bummeln ein bisschen in der Stadt und gehen wieder in unser Lieblingscafe. Danach haben wir uns ein Taxi zum Christo Blanco genommen. Von hier hat man einen tollen Blick über Cusco. Zufällig sind da auch ein paar Alpakas, die gnadenlos für Fotos verfolgt werden. Abends sind wir so schlapp dass wir nicht mal mehr Essen gehen.
Indio Frau bei Raqchi
Da wir nicht so recht wissen wie es Thomas die nächsten Tage gehen wird und wie die Reise weiter verläuft haben wir uns entschlossen den Touristenbus nach Puno zu nehmen. Wir hatten einen ganz lustigen Tourguide der wie ein Märchenerzähler spricht. Wir halten in der alten Inka Anlage Raqchi. Danach gehts auf den Pass La Raya auf 4338m, bislang der höchste Punkt unserer Reise. Der Weg dort hin und die Aussicht in La Raya auf die schneebedeckten Berge ist toll. Weiter gehts über Juliaca, laut Guide eine gefährliche Industriestadt, nach Puno. Der Blick auf den Titicaca-See ist faszinierend. Das Wasser tiefblau und im Hintergrund ragen wieder die Berge auf. In Puno lassen wir uns zu einem Hostel bringen. Puno selbst ist eigentlich sehr hässlich. Zum großen Teil stehen hier nur halbfertige Häuser da auf fertige Häuser höhere Steuern bezahlt werden müssen. Wir gehen nur noch schnell Tickets nach La Paz kaufen und gehen essen. Puno selbst ist überhaupt nicht sehenswert.
Titicaca-See
Gegen 7:30 Uhr ging es schon mit dem Bus nach Copacabana. Kurz vor Copacabana überquert man die bolivianische Grenze. Danach gabs einen kurzen Aufenthalt zum Bus wechseln und wir hatten die Möglichkeit ein Mittagessen direkt am Titicaca-See einzunehmen. Copacabana ist eigentlich ein ganz netter Ort. Weiter ging es danach entlang des Sees immer mit toller Aussicht. Einmal gings sogar mit der Fähre über den See bzw. für den Bus mit der Fähre und wir in einer kleinen Nussschale. Spannend wurde es dann erst wieder als wir nach La Paz kamen. Oben auf 4100m beginnt erstmal El Alto. Nach ein paar Kilometern sieht man dann auf La Paz herunter. Ein toller Anblick vor allem da im Hintergrund wieder die schneebedeckten Gipfel emporragen. Da wider erwarten kein WC im Bus war wurde die Ankunft schon sehnlichst von mir erwartet. Wir haben uns ein Hostel mitten in der Altstadt gesucht. Außer einer Dusche und einem Abendessen gab es an diesem Tag nicht mehr viel.
La Paz
Wir haben uns ein schönes Cafe zum Frühstücken gesucht. Danach sind wir ein bisschen durch die Straßen von La Paz gelaufen. Mit einem Taxi haben wir uns dann auf den Aussichtspunkt "Mirador Jacha Qollu" fahren lassen. Der Blick war atemberaubend. Man sieht in den Talkessel hinunter. Überall dicht an dicht Häuser. Über den Altiplano sieht man dann ringsum schneebedeckte Gipfel. Der Blick ist herrlich. Und trotz aller Warnungen vor Überfällen auf den Aussichtspunkten fanden wir es da oben nicht gefährlich. Danach ging es wieder über steile Straßen runter ins Zentrum. Wir sind noch durch die Straßen und Märkte gebummelt und haben uns langsam auf den Weg zum Busterminal gemacht. Dabei hat uns noch ein ganz klar zu sehender weißer Gipfel "auf Wiedersehen" gesagt. Eigentlich sollte nur noch eine ruhige 12h Busfahrt mit dem Semicama Bus anch Uyuni folgen. Aber leider kam es doch noch anders. Wir waren gerade einmal 30 Minuten im Bus als der Holländer genau hinter mir sich übergeben musste und sich in die Hose geschissen hat! Der Gestank war wiederlich. Wir waren kurz davor uns auch zu übergeben. Nach ca 1h ließ sich der Busfahrer doch zu einem Stopp überreden, damit sich der Holländer umziehen kann. Die Holländer ließen sich aber nicht überreden auszusteigen und ein Taxi zurück nach La Paz zu nehmen. So mussten wir die verbleibenden 10 Stunden im stinkenden, engen und kalten Bus verbringen. Natürlich hatte der Holländer auch meine Decke die über meiner Rückenlehne hing vollgekotzt. Den Sitz konnten wir auch nicht weiter zurück machen da der Gestank und die Angst noch einmal voll gekotzt zu werden größer war. Im Großen und Ganzen im wahrsten Sinne eine beschissene schlaflose Fahrt. Aber es hätte schlimmer kommen können, wir hätten an der Stelle des Holländers sein können...
Salar de Uyuni
Wir haben uns nach der Ankunft gegen 7 Uhr gleich eine 3-Tages Tour zu den Salar und zu den Lagunen bei Blueline gebucht. Wir waren eine Gruppe mit insgesamt 6 Personen und einem Fahrer. Ein Pärchen aus Holland und ein Deutscher mit seiner koreanischen Freundin die er vor 2 Wochen aufgerissen hatte. Wir hatten mal wieder den Joker gezogen und saßen im engen Jeep auf der noch engeren letzten Bank. Zuerst ging es zum Zugfriedhof bei dem schon zahlreiche andere Jeeps warteteten und es daher nicht besonders einsam war. Danach ging es endlich auf den Salar de Uyuni. Zuerst nach Colchani wo Salz gewonnen wird. Überall sind Hügel aus Salz aufgehäuft und es strahlt der weiße Salzsee. Weiter ging es zu einem stillgelegten Salzhotel und wir hatten die Gelegenheit immer wieder für Fotos zu halten. Anschließend ging es zu dem von Thomas lang ersehntem Highlight "Isla Incahesi". Hier ist inmitten des Salzsees eine Insel mit ganz vielen Kakteen. Ein absolutes Highlight unserer Reise. Hier gab es dann auch Lunch vom Fahrer zubereitet und wir konnten auf der Insel umherlaufen. Am späten Nachmittag haben wir den Salzsee verlassen und wollten zu unserem Salzhotel fahren. Aber es war überbucht. Auch zwei weitere Hotels hatten nichts für uns frei. Es wurde bereits Dunkel und die Verzweiflung wuchs. Wir sind dann noch ca 45 Minuten im dunkeln zu einem anderen Salzhotel gefahren, was dann wider erwarten sehr schön war und somit doch noch alles gut wurde.
Laguna Colorada
Nach dem Frühstück ging es weiter zu den Lagunen und zum Vulkan Ollagüe. Zuerst sieht man den noch aktiven Vulkan der bereits in Chile liegt. Ab und zu stößt er ein paar Aschewolken bzw. Rauchschwaden aus. Weiter ging es zu den Lagunen. Die erste Laguna Canapa war sehr schön. Türkises Wasser, davor gelbe Gräser und im Hintergrund Berge. An der nächsten Lagune waren dann endlich auch Flamingos. Wirklich sehr schön anzusehen. Hier konnten wir auch ein wenig an der Lagune entlang wandern. Danach gab es Lunch. Wir sind noch an zwei weiteren Lagunen vorbei gekommen bis wir bei der Laguna Colorada waren. Tausende Flamingos stehen im Wasser welches wegen dem hohen Anteil an Mineralien und Algen rot leuchtet. Ein ganz tolles Farbenspiel. In der Nähe dieser Lagune haben wir übernachtet. Die Nacht war schrecklich für mich. Wir lagen zu viert in einem Zimmer. Es gab für ca 30 Leute nur 2 WCs und es war sau kalt. Und dann werde ich auch noch krank und musste mich ständig übergeben. Am entlegensten Eck der Reise passiert mir sowas. Die schlimmsten Befürchtungen dass ich auch so krank werde wie Thomas in Cusco bewahrheiteten sich allerdings zum Glück nicht. Am nächsten Tag ging es mir schon besser.
Laguna Verde
Schon um 6 Uhr ging es heute zu den Geysiren auf 5000m. Leider war Ingrid immer noch nicht ganz fit und blieb erstmal in der Unterkunft zurück. Um den Geysir roch es stark nach Schwefel und ich war froh als wir über eine Mondlandschaft zu den heißen Quellen weiter fuhren. Das Becken mit ca 35 Grad war allerdings so voll besetzt dass wir uns entschlossen hatten erstmal weiter über die Dali Wüste zur Laguna Verde zu fahren. Die Lagune ist türkis gefärbt und bildete mit dem blauen Himmel ein einmaliges Farbenspiel. Die Lagune ist angeblich toxisch und es gab daher auch keine Flamingos zu sehen. Nach einem kurzen Stop an den heißen Quellen, mit nur noch wenigen Touristen, ging es zurück zu unserer Unterkunft um Ingrid wieder mit zu nehmen. Zum Glück ging es ihr mittlerweile wieder richtig gut. Die Rückfahrt nach Uyuni zog sich mit 6h Fahrzeit doch recht in die Länge. Unterwegs gab es jedenfalls nicht mehr viel zu sehen. Gegen 18 Uhr erreichten wir schließlich Uyuni. Dort hatten wir dann noch ein Abendessen bevor es mit dem richtigen Schlafbus zurück nach La Paz ging. Die Rückfahrt war diesmal echt traumhaft und wir konnten beide gut schlafen.
Titicaca-See
In La Paz haben wir uns beide recht fit gefühlt so dass wir gleich nach Puno weiter sind. Der Bus war eine alte Rumpelkiste und wurde kurz vor Puno von ein paar Beamten untersucht. Die haben alle Hohlräume abgeklopft und Verkleidungen abmontiert. Die Einheimischen mussten ihr Gepäck zeigen und für uns interessierte sich keiner. Das Ganze hat dann ca 45 Minuten gedauert. In Puno angekommen haben wir wieder unser altbewährtes Hostel aufgesucht. Später sind wir in die Fußgängerzone und haben Kaffee getrunken. Wir waren noch im Internetcafe und danach gabs Abendessen. Ich hatte Forelle aus dem Titicaca-See was bisher mein bestes Essen war.
Arequipa
Mit dem Bus ging es in der Früh gleich los nach Arequipa (6h Fahrzeit). Leider war es ein Bus der an jeder Ecke gehalten hat um neue Leute aufzunehmen. Über uns war der Fernseher und der Lautsprecher. Hören konnten wir alles sehr laut aber sehen leider nichts. Schrecklich... In Arequipa und unserem Hostel angekommen waren wir beide sehr begeistert. Arequipa ist eine sehr schöne Stadt, zumindest das Zentrum. Im Vergleich zu den anderen Orten an denen wir waren ist Arequipa sehr modern und westlich. Man sieht eigentlich keine traditionell gekleideten Leute. Wir sind ein wenig durch die schönen Straßen von Arequipa geschlendert und hatten ein gutes Abendessen. Für uns hat es sich in Arequipa das erste mal seit Wochen nach Urlaub angefühlt.
Kloster Santa Catalina
Nach dem Frühstück sind wir in das Kloster Santa Catalina direkt neben unserem Hostel. Das Kloster ist eigentlich eine Stadt in der Stadt. Man fühlt sich eher wie in einem Andalusischem Dorf als in einem Kloster. Die Wände sind in den unterschiedlichsten Farben gestrichen und es ist einfach schön anzuschauen. Nach ca 2 Stunden ging es in die Fußgängerzone und danch zu einem typisch peruanischen Mittagessen. Anschließend haben wir uns dekadenterweise einen Kaffee bei Starbucks gegönnt. Wir sind noch weiter durch die Gassen von Arequipa geschlendert und haben es uns gut gehen lassen. Nachdem wir uns im Hostel noch frisch gemacht hatten ging es zum schicken Abendessen. Es gab endlich Meerschweinchen (in Öl fritiert) und Alpakasteak. Meerschweinchen (Cuy) ist tatsächlich sehr lecker, aber Fleisch ist fast gar nichts dran. Schmeckt jedenfalls wie Hähnchen. Vollgespeist haben wir uns nur noch auf den Heimweg gemacht.
Colca Tal
Morgens ging es mit einem etwas kleineren Bus los nach Chivay im Colca Tal. Auf der Fahrt haben wir Vicunas sowie Lama und Alpakaherden gesehen. Umringt von einer schönen Lanschaft mit ein paar Vulkanen die teilweise über 6000m hoch sind. Unser höchster Punkt dieser Tour war auf 4900m. In Chivay waren wir die einzigen, die zu einem etwas abgelegeneren Hotel gebracht wurden. Das Hotel war aber seh schön und ruhig. Zumindest bis eine Busladung voll mit Kindern gebracht wurde. Mitten im Kindergeschrei haben wir dann unser Abendessen bestehend aus Chips, Babybanane und Kekse eingenommen...Aber es hört sich schlimmer an als es war.
Colca Canyon
Um 6 Uhr ging es schon los um rechtzeitig am Cruz del Condor anzukommen. Die letzten 45 Minuten sind wir noch zu Fuß gelaufen. Man steht dann an einer Schlucht die ca. 1400 Meiter in die Tiefe fällt. Die tiefste Stelle soll sogar über 4000 Meter tief sein. Wir hatten wohl diesmal Glück und es kreisten knapp 8 Kondore über unsere Köpfe. Das ist echt beeindruckend. Kondore sind mit bis zu 3m Flügespannweite einer der größten Raubvögel. Aber ein Foto zu schießen ist unglaublich schwer. Später ging es wieder zurück an schön angelegten Terassenfeldern vorbei nach Arequipa. Der Weg war wieder lange und anstrengend. In Arequipa hatten wir dann unser bestes Abendessen der Reise. Alpaka, Rind und Schweinefilet auf einem heißen Lavastein gegrillt. Dazu gabs 4 leckere Soßen...
Arequipa
Zum Abschluß haben wir uns noch ein leckeres Frühstück in einer Creperie gegönnt. Mit frischen Crossaints und sogar Nutella. Danach ging es zum Flughafen nach Lima. Nach einer längeren Suche hatten wir doch noch ein Hotel in Miraflores gefunden. Ich konnte danach auch endlich Ceviche (roher Fisch in Zwiebeln, Zitrone und Koriander eingelegt) probieren. Und ich muss echt sagen dass es sehr lecker war. Danach haben wir nur noch ein paar Souvenirs gekauft und waren Kaffee trinken.
Lima
Heute hatten wir noch fast einen ganzen Tag für Lima Zeit. Zunächst war es wie erwartet um diese Jahreszeit recht trüb. Wir entschlossen uns daher uns einer organisierten Stadtrundfahrt anzuschließen. Mit einem offenen Bus ging es quer durch die Stadt von Miraflores in die Altstadt. Und wir hatten echt wieder mal Glück und der Himmel riß auf und die Sonne kam heraus. So genossen wir es am Plaza Mayor umherzulaufen und die Kathedrale zu besuchen. Danach ging es zurück zum Shoppingcenter Larcomar in Miraflores. Nach einem leckeren Mittagessen ging es zum Internationalen Flughafen um die Heimreise nach München anzutreten.

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